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Schmerzensgeld bei Brustkorbprellung und Schleudertrauma
Zusammenfassung
Das Landgericht Köln hat entschieden, dass für eine Brustkorbquetschung und ein HWS-Schleudertrauma nach einem Verkehrsunfall ein Schmerzensgeld von 1.200 Euro angemessen ist. Dabei wurden der Unfallablauf, die Beeinträchtigung eines geplanten Urlaubs und die dreiwöchige Dauer bis zur vollständigen Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit berücksichtigt.
Leitsatz
"Ein Schmerzensgeld von 1.200 Euro ist für eine bei einem Verkehrsunfall erlittene Brustkorbquetschung und ein HWS-Schleudertrauma angemessen, wenn die Arbeitsunfähigkeit rund drei Wochen andauert und ein geplanter Urlaub beeinträchtigt wird."
Vollständige Analyse
Das Landgericht Köln hatte über die Angemessenheit eines Schmerzensgeldes nach einem Verkehrsunfall zu befinden. Der Kläger erlitt eine Brustkorbquetschung sowie ein HWS-Schleudertrauma und war infolgedessen für drei Wochen in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. Zudem wurde ein geplanter Urlaub durch die Verletzungen beeinträchtigt.
Das Gericht setzte sich mit der Höhe des Schmerzensgeldes auseinander und zog zum Vergleich andere Urteile in ähnlichen Fällen heran. Es kam zu dem Ergebnis, dass die von der gegnerischen Versicherung bereits gezahlten 1.200 Euro als angemessene Entschädigung für die erlittenen Verletzungen und Beeinträchtigungen anzusehen sind. Ein darüber hinausgehender Anspruch wurde verneint.
Die Entscheidung des LG Köln zeigt, dass bei der Bemessung des Schmerzensgeldes nicht nur die reinen medizinischen Diagnosen, sondern auch die konkreten Auswirkungen auf das Leben des Geschädigten, wie beispielsweise die Dauer der Arbeitsunfähigkeit und die Beeinträchtigung von Freizeitaktivitäten, eine Rolle spielen.
Praxistipps
- Alle Beeinträchtigungen geltend machen: Machen Sie nicht nur die reinen Verletzungen geltend, sondern auch alle damit verbundenen Nachteile, wie z.B. entgangene Urlaubsfreuden, um ein angemessenes Schmerzensgeld zu erhalten.
- Vergleichsurteile recherchieren: Informieren Sie sich über die in vergleichbaren Fällen zugesprochenen Schmerzensgeldbeträge, um eine realistische Einschätzung Ihrer Forderung zu erhalten.
- Anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen: Ein erfahrener Anwalt kann Ihnen helfen, Ihre Ansprüche korrekt zu beziffern und gegenüber der Versicherung durchzusetzen.
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Quelle: verkehrslexikon.de
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