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BGH-Urteile und Gerichtsentscheidungen zur Unfallregulierung
5 O 4189/06LG Leipzig·30. September 2011

Schmerzensgeld bei psychischer Fehlverarbeitung nach Verkehrsunfall

§ 253 BGB§ 823 BGB

Zusammenfassung

Das LG Leipzig hat einem Kläger ein weiteres Schmerzensgeld von 15.000 Euro zugesprochen, der nach einem Verkehrsunfall an einer schweren psychischen Fehlverarbeitung litt. Das Gericht erkannte an, dass auch psychische Beeinträchtigungen einen erheblichen Leidensdruck darstellen und ein hohes Schmerzensgeld rechtfertigen können.

Leitsatz

"Eine schwere, andauernde psychische Fehlverarbeitung als Folge eines Verkehrsunfalls kann ein hohes Schmerzensgeld rechtfertigen. Bei der Bemessung ist das gesamte Ausmaß der psychischen Beeinträchtigungen und deren Auswirkungen auf das Leben des Geschädigten zu berücksichtigen."

Vollständige Analyse

In diesem Fall hatte das Landgericht Leipzig über die Folgen eines Verkehrsunfalls zu urteilen, die sich vor allem im psychischen Bereich manifestierten. Der Kläger erlitt durch den Unfall nicht nur körperliche Verletzungen, sondern entwickelte in der Folge eine schwere psychische Störung, die sein Leben massiv beeinträchtigte.

Das Gericht folgte den Ausführungen des Klägers und der vorgelegten medizinischen Gutachten, die eine unfallbedingte psychische Fehlverarbeitung bestätigten. Es wurde deutlich, dass die psychischen Folgen für den Kläger eine ebenso große, wenn nicht sogar größere Belastung darstellten als die körperlichen Verletzungen. Das Gericht betonte, dass auch seelisches Leid einen Anspruch auf Schmerzensgeld begründet und bei der Bemessung der Höhe angemessen zu berücksichtigen ist.

Die Zuerkennung eines weiteren Schmerzensgeldes von 15.000 Euro zeigt, dass die Gerichte zunehmend bereit sind, auch für psychische Unfallfolgen hohe Entschädigungen zuzusprechen. Die Entscheidung ist ein wichtiges Signal für Unfallopfer, die mit den seelischen Folgen eines Unfalls zu kämpfen haben.

Praxistipps

  • Psychologische Betreuung in Anspruch nehmen: Zögern Sie nicht, nach einem Unfall auch psychologische oder psychiatrische Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn Sie unter seelischen Belastungen leiden.
  • Dokumentation der psychischen Folgen: Bitten Sie Ihre behandelnden Ärzte und Therapeuten, die psychischen Folgen des Unfalls und deren Auswirkungen auf Ihr Leben detailliert zu dokumentieren.
  • Anwaltliche Beratung: Suchen Sie sich einen auf Verkehrsrecht und Personenschäden spezialisierten Anwalt, der Erfahrung mit der Geltendmachung von Schmerzensgeld für psychische Schäden hat.

Quelle: ra-kotz.de

Die Inhalte dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Rechts-, Steuer- oder Fachberatung. Trotz sorgfältiger Recherche übernehmen wir keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der bereitgestellten Informationen. Jeder Schadensfall ist individuell – für eine verbindliche Einschätzung wenden Sie sich bitte an einen qualifizierten Sachverständigen oder Fachanwalt.

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