> Die Nordschleife. Ein Mythos, ein Traum für jeden Autofan. Einmal die „Grüne Hölle“ selbst erleben. Doch was passiert, wenn die Traumrunde in einem Albtraum aus Blech und splitterndem Carbon endet? Ihr Geldbeutel könnte schneller leer sein, als der Tank Ihres Wagens. Wir zeigen Ihnen, was viele nicht wissen. ## Der Fall: Ein Kettenreaktion mit teuren Folgen Stell Ihnen vor: Sie sind auf Ihrer Traumrunde auf der Nordschleife. Plötzlich sehen Sie, wie ein anderes Fahrzeug verunfallt. Ein couragierter Fahrer hält an, um zu helfen und sichert die Unfallstelle ab. Sie bremst, aber der Abstand reicht nicht – es kommt zum Auffahrunfall. Genau das ist passiert und landete vor dem Landgericht Koblenz (Az. 5 O 123/20). ## Das Urteil: Eine teure Überraschung Das Gericht hat entschieden, dass der Auffahrende nicht allein schuld ist. Der Grund ist ein juristischer Begriff, den Sie kennen sollten: die **erhöhte Betriebsgefahr**. Auf einer Rennstrecke wie der Nordschleife, auch bei Touristenfahrten, wird von jedem Fahrer eine höhere Risikobereitschaft und eine gefährlichere Fahrweise in Kauf genommen. Das bedeutet: Selbst wenn Sie nicht direkt den Unfall verursachen, kann sich eine Mithaftung zugesprochen werden. Im konkreten Fall musste der Auffahrende einen Teil des Schadens selbst tragen, obwohl er eigentlich nur auf ein stehendes Hindernis aufgefahren ist. ## Warum das für Sie wichtig ist Diese Entscheidung hat weitreichende Folgen für jeden, der eine Touristenfahrt plant. Ihre normale Kfz-Haftpflichtversicherung zahlt zwar in der Regel für Schäden, die Sie bei anderen verursachen, da die Nordschleife rechtlich als öffentliche Mautstraße gilt. Aber: Viele Versicherungen haben eine „Rennstrecken-Klausel“ im Kleingedruckten. Diese schließt Fahrten aus, bei denen es um die „Erzielung von Höchstgeschwindigkeiten“ geht. Und Ihre Kaskoversicherung für den eigenen Schaden? Die steigt bei solchen Fahrten oft komplett aus. ## Ihr Tipp: So sicherst Sie sich ab 1. **Versicherungspolice prüfen**: Schau vor der Fahrt ganz genau in Ihre Versicherungsbedingungen. Suchen Sie nach Begriffen wie „Rennstrecke“, „Fahrsicherheitstraining“ oder „Erzielung von Höchstgeschwindigkeit“. Im Zweifel: Frag schriftlich bei Ihrer Versicherung nach und lass sich den Schutz bestätigen. 2. **Trackday-Versicherung**: Es gibt spezielle Versicherungen für Rennstreckentage. Diese sind nicht billig, aber im Schadensfall Gold wert. Sie decken oft genau die Risiken ab, die Ihre normale Versicherung ausschließt. 3. **Fahren Sie vorausschauend**: Auf der Nordschleife gilt zwar die StVO, aber die Bedingungen sind extrem. Rechnen Sie immer mit Ölspuren, schnelleren Fahrzeugen und plötzlichen Bremsmanövern. ## Fazit Ein Tag auf der Nordschleife ist ein unvergessliches Erlebnis. Damit es positiv in Erinnerung bleibt, ist Vorbereitung alles. Kenne Ihr Auto, Ihre Grenzen und vor allem Ihren Versicherungsschutz.
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Crash auf der Nordschleife: Wenn der Traum zum Albtraum wird – und wer zahlt?
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